Der Zertifikatsstudiengang „Finanzrecht“ an der Euro-FH

by Mario Schröder on 4. Oktober 2011

Worum geht es?

Der Finanzsektor gilt nicht zu Unrecht als unübersichtlich. Es gibt viele verschiedene Finanzdienstleistungen, Anbieter und juristische Besonderheiten, so dass jeder, der auf dem Finanzmarkt agiert, umfassend geschult werden sollte. Diese Möglichkeit bietet die Law School der Euro-FH mit dem Fernkurs „Finanzrecht“ an. Hier erlangen die Teilnehmer Wissen über das Bankenrecht und Kapitalmarktrecht, das Kreditwesen, Immobilienrecht und die Grundzüge des Privatversicherungsrechts auf akademischem Niveau. Der zehnmonatige Lehrgang stellt eine Art Mittelweg dar zwischen einem umfassenden, aber langwierigen Studium und einer allzu knapp gehaltenen Intensivschulung, wie sie in manchen Unternehmen üblich ist.

Ist das was für mich?

Generell ist das hier vermittelte Wissen für einen breiten Kreis an berufstätigen Personen interessant, die sich sicher auf dem internationalen Finanzparkett bewegen wollen. Zur Verbesserung der Karrierechancen sollten sich aber vor allem diejenigen mit diesem Angebot beschäftigen, die einen Aufstieg im Unternehmensmanagement anstreben. Die rechtlichen Grundlagen von Finanztransaktionen zu kennen dürfte nicht nur für die Mitarbeiter der Rechtsabteilung, sondern für alle Beteiligten strategischer Investitionen hilfreich sein.

Pros

Trotz des umfangreichen Themenbereichs schafft es dieser Zertifikatskurs, in relativ überschaubarer Zeit und mit gut strukturierten Lehrmitteln einen Überblick über das Finanzrecht zu geben, ohne dabei allzu sehr nach Einzelfällen zu differenzieren. Ziel ist natürlich das Vermitteln von Fachwissen, doch die Dozenten des Anbieters wissen um den Unterschied zum grundständigen juristischen Studium und haben die Inhalte entsprechend modifiziert. Die wichtigsten Bestandteile wie etwa das Bank- und Kapitalanlagenrecht, das Kreditrecht und die sich daraus ergebenden Haftungsfragen sowie das Privatversicherungsrecht sind auch für Nichtjuristen klar verständlich und anschaulich gemacht. Insbesondere betriebswirtschaftliche Fachkräfte dürften von diesem zusätzlichen Wissen in ihrem Tagesgeschäft profitieren.

Contras

Die Komplexität des Themas ist zugleich auch ein möglicher Kritikpunkt. Selbst in zehn Monaten kann man kaum so viele Beispiele anbringen wie denkbar sind. In der Praxis ersetzt auch ein geschulter Angestellter oft nicht den Volljuristen. Trotzdem sind der Inhalt und folglich auch die Expertise der Absolventen bei diesem Kurs merklich höher als in vergleichbaren Angeboten.

Fazit

Jede Weiterbildung verbessert das individuelle Bewerberprofil und macht vielseitiger und flexibler. In diesem Fall weist man zudem hohes Engagement nach, indem man sich über einen längeren Zeitraum komplexen Themen widmet. Auch wenn man nach diesem Kurs keinen Fachanwalt für Wirtschaftsrecht ersetzen kann, so darf man dennoch von sich beanspruchen, für die rechtlichen Hintergründe von Finanzaktivitäten im Unternehmen ein kompetenter Ansprechpartner zu sein. Mit dieser Eigenschaft sollte es im Folgenden nicht schwerfallen, weiter aufzusteigen.

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Mario Schröder studiert im Fernstudium Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik mit den BWL Spezialisierungen "Business Controlling" und "Financial Service Management". Ziel ist es nach dem Bachelor of Science den MBA zu machen. Er ist leidenschaftlicher Value Investor bei Value-Investing.org.

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